MELCHIORs Skizzenbuch







MIIR HAM GNUA
Königsplatz München
6.10.18





Beim Besichtigen seiner Glaubensgemeinde
aus dem Himmel herab
( die beiden anderen Nationalheiligen, Ludwig II. und F.S.Strauß
weigere ich mich zu zeichnen ) -

das da unten sind immerhin die Altersgenossen von 1968 -
die siebte von rechts hat das Rathaus angezündet, oder zumindest den Fahrradständer davor. Die neunte hat ihre Familie mit Glassspitzern traktiert und steht dabei immer treu noch zu Werder Bremen .
Und darum sehen sie sich nu eben grade die Bilderschau MENSCHENBILD IN UNMENSCHLICHER ZEIT 1933-45 an. Ohne sie anzusehen. Sie lernen sie vom Miikrofon auswendig. Und danach gehn sie in die Museum-Cafeteria. Und bestellen sechsmal Apfeltorte und dreimal Kirschstreusel.

Lenbachhaus München 7.8.17
"Wie wäre es denn mit neuen skizzen ( bitte mit text ) ?"
drängelt Jens Heilmeyer aus Berlin.
"Es ist leider so, dass du mich mal in deine skizzen
sehen ließest und seitdem bin ich infiziert".














Also bitte, infizierter Jens -
frischer Fang :
Elfriede Jelinek, mir ins Netz geschwommen
in der Fischküche im Souterrain von
Hertie Schwabing 10.7.17




Christopher Street day
14.7.18
17.8.17 : Ich verwöhne meine Füße in Brunnenwasser. Was ich überall sehr liebe, besonders aber hier in dieser Stadt die mit 2000 Jahren sogar noch ein bisschen älter ist als ich. Vor mir das Stadttheater ( z.Zt. in den Ferien, was mich noch mehr entspannt ), das von einem Adligen begründet wurde, der vordem Schiller beim Verfertigen des WILHELM TELL zur Hand ging, später aber ganz andere Ämter, sogar höchste & geistliche inne hatte. Wer wars, Besucher, Трусы ? Die Antwort ist ganz einfach & steht weiter unten. Allen die sie heraus finden, verrat ich das schönste Hotel nicht nur dieser Stadt sondern überhaupt - so viel aber jetzt schon : es heißt ORPHÉE.
Am Abend versammeln sich
um die beiden Brunnen zu hunderten die Studenten,
die in dieser Universitätsstadt im römisch-mittelalterlichen Zentrum wohnen dürfen.Niemand zu sehen, der wischkastentrottelt. Ihr Geschnatter hängt als glückliche Wolke über dem weiten klassizistischen Platz.Sommerglück !

Wenige Steinwürfe
davon verriegelt ein schottisches Mönchlein
seine Kirchentür.
Möchte aber viel lieber zu den schnatternden jungen
Leuten hinüber sausen.
Wo also sind wir ?






MIR HAM GNUA !
Königsplatz München
6.10.18






Frankfurt,
Städelsches Kunstinstitut,
"dribbdebach".
Aus den Fenstern seiner Cafeteria
( im Vordergrund lauter Japaner )
erscheinen die gläsernen Dolomiten
des Bankenviertels "hibbdebach"
am anderen Mainufer selbst wie Kunstwerke,
lichtbildnerisch in Szene gesetzt
vom wechselnden Sonnenlicht.
Links die Fußgängerbrücke "Holbeinsteg", die sich
vom Bankenufer zum Museumsufer spannt,
erbaut von Albert Speer ( dem Sohn ).
Just als ich hier zeichne
wird unter diesem Steg eine Fliegerbombe gefunden,
aus der Amtszeit
von Albert Speer, dem Vater.
Und das Viertel geräumt. Die Kunstschätze, links, dürfen bleiben.

2.1.17
Der Parc Güell, der olympisch hochweitweg
über der Stadt Barcelona thront.
Als bereitwilliger Jünger Antonio Gaudís kam
ich hierher, nach Besichtigung seines benachbarten
Wohnhauses ( und Gaudí-Museums ) wandte ich mich,
halb erstickt von so vielem brutalem
Stilwillen vom Meister ab und wollte auch seine legendäre
SAGRADA FAMILIA, damals noch Bauruine, nicht mehr sehen.
25.10.08
Das ist ein Nachbar aus dem Hause gegenüber,
Schneckenburger 20, auf der späteren Leopoldstraße
im Jahre 1911 im Alter von 41 Jahren.
Acht Jahre später war es ihm gegeben, in den Räumen
Fenster an Fenster gegenüber den jungen Revolutions-Aktivisten
Eugen Leviné vor den Mörder der weißen Garden zu verstecken.
Ein Kunstmaler !
26 Tage lang. Später, mit Leviné vor Gericht, wurde Botho Robert Schmidt freigesprochen.
Leviné wurde füsiliert.
Ein anderer Nachbar,
im nächsten Hochverrats-Prozess, vier Jahre später,
wurde in Festungshaft genommen und vorzeitig entlassen.
Sodass er sein Werk vollenden konnte.
Gemäß der von ihm erfundenen Vorsehung.
München lag danach in Tümmern.

Sogar meine usbekische Umzugshelfer zeigten mir stolz
das Wohnhaus des Zertrümmers am Prinzregentenplatz.

Botho Robert Schmidt
zog späterhin nach
Schwabing und wir können nachlesen, dass
er über Michael Endes
surrealistische malenden Vater
seinen Schirm gehalten hat.
Um 1980 war ich dem neu erbauten
CENTRE POMPIDOU an dem damals öden neuen Riesenplatz
spinnefeind, weil seinetwegen die alten Hallen niedergelegt worden waren. ( Jean-Louis Barrault spielte in der allerletzten noch Theater, um sie zu retten. Vergebens. )
Ein Vierteljahrhundert später genieße ich es, von den vor der Fassade
rollenden Treppen hinauf getragen zu werden
zu einem berauschenden Ausblick über die schönste Stadt der Welt.

Paris 22.8.04
"ich wühle begeistert in deiner neumöblierung "
so wieder der unerbittliche Jens Heilmeyer
"kann nur sagen: mehrmehrmehr ! wunderbar, wie sich text und bild oft gegenseitig aufwerten..."


Irmtrauds Ferienhaus auf der Insel
im Atlantik. Der dreiste Feigenbaum, den ich alle ferienmale
stutzen musste und dessen Früchte wir niemals ernten konnten.
Auf der Steinbank mein Roman DIE LEIDEN DER
WUNDERTÄTER, an dem ich grade schrieb.

Les Bardières d'Oléron 7.6.10
Mitternacht. Straßen-Restaurant in Argenton
sur Creuse, Dept. Indre. Einer meiner Lieblingsorte.
Ein Suffkopp schaukelt aus einer feuchten Männerrunde nach Haus,
ein anderer Suffkopp ruft ihm hinterher "Chien poubelle !"
( Poubelle war Präfekt von Paris und hat die Mülltonne
erfunden, in Frankreich nun nach ihm benannt. )
Ein schweigsam dinierendes Geschwisterpaar erinnert
mit edlen Gesichtszügen daran, dass die Stadt von den Römern
gegründet wurde und Argentomagus hieß.
31.7.08




Christophers Street Day
14.7.18

Ein ermatteter Martin Walser
auf einem ermatteten, nicht mehr fliehen
könnenden Pferd,
gen Himmel gestemmt von den Fischschwänzen zweier,
ihn ( eben ! )
anhimmelnder breitärschiger Nixen.
Kein Denkmal, sondern ein Brunnen.

Überlingen am Bodensee
15.6.10
Nicht edle Bronze, sondern proletiger Betonguss.
Errichtet von dem Querkopf Peter Lenk der rund um den Bodensee
eine Stadt nach der anderen überfällt, um ihr
seine hintersinnigen Skulpturen auf wehrlose öffentliche Plätze zu pflanzen. Manche ( behauptet er ) sogar über Nacht.





28.3.03
Der Löwe an der Münchner Feldherrnhalle
ist auch nicht für den Krieg des George W.Bush
im Irak.
Anders als dessen lauthalsige Befürworter
Wolf Biermann, H.M.Enzensberger, Matthias Horx,
Henryk M. Broder, Josef Joffe ( DIE ZEIT )
oder Helmut Karasek,
die sich damit für Abu Ghraib
und Guantanomo
persönlich verantwortlich gemacht haben.
Auf
AUFSTACHELUNG
ZU EINEM ANGRIFFSKRIEG
stehen bekanntlich nach StGB § 80
nicht unter 10 Jahren Haft bis lebenslänglich.

WANN
haben die Genannten
die eigentlich abgesessen ?
Dieses Streifenhörnchen
ist ein Studienrat und Thomas Mann-Exeget
mit Lehrauftrag an der LMU München und sogar
eigenem TM-Museum. Hier bei der Zeitungslektüre
im schweigestillen Familienkreis. Ab und an
halten die Familienmitglieder eine Zeitungsseite
einander vors Gesicht. Immer das schwarze Heimatblättchen,
nie die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG.
Dann wird selig gelächelt
und wortlos weiter gelesen.

Worte gewechselt hat das
Streifenhörnchen innerhalb der
Beobachtungszeiträume ausschließlich mit den
ortsansässigen Dorftrotteln.

Café Krönner Murnau
27.8.11


Freiheit gerade
für die Schenke !
Gerade in Bad Tölz !
Ich schließe mich den Naturschutzkünstlern
voll an.
Zumal ein Motiv hinten lauert
an dem glücklich war.
Brecht-Festival Augsburg 4.3. 2016
Professor Koopman ( Platzhirsch von der Uni Augsburg ) spielt
gerade Thomas Mann gegen B.B. aus. In dessen Geburtshaus.
Meine Freundin Marina D.( selbst ein Kind Augsburgs )
hört skeptisch lächelnd zu,
der Meister selbst erzern stoisch.
An beiden Seiten des schmalen Hauses vorbei
haben es indessen zwei Lech-Kanäle hörbar eilig -
Beharre nicht auf der Welle/
Die sich an deinem Fuße bricht/
Solange er im Wasser steht/
werden sich andere Wellen/
an ihm brechen /
DER VOYEUR
im Bilde links, wie er in der Alten Pinakothek München
ins Auge fasst was Michael Pacher und
andere Mittelaltermeister für ihn gemalt
haben damit er, der Voyeur, es nun voyeurieren, visitieren,
voyeurisieren, mit den Augen zwar nicht begreifen,
aber doch in Besitz nehmen kann.
24.3.08











La voyeuse
Rom Thermenmuseum
19.3.02







Barock aufgepolsterte Voyeurin,
vor Rubens' Höllensturz der
gleichgearteten, allerdings
nackerten Dicken.

Alte Pinakothek München
12.2.06
Der Voyeur
bei der Arbeit : der Herr rechts sitzt nur da
damit seine Gattin eine Rückenstütze hat
während sie den Katalog studiert.
Sobald sie den zuklappt, erhebt er sich. Erleichtert.
Männerschicksal beim fast immer weiblich
veranlassten Museums-Besuch.
Museo Thyssen-Bornemicza Madrid
1.11.02




Heilige Dreieinigkeit :
Jesus, Satan, Voyeur
Louvre 3.8.04



Der Voyeur
ist gar kein Betrachter, Schauer,
Beschauer, Wahrnehmer -
schon gar nicht ist er ein Entdecker :
er kommt ohne
eigene Augen & Gesichtssinn aus,
denn er wird von einer Stimme
gelenkt die ihm befiehlt
was er zu besichtigen hat.

Colmar Musée Unterlinden
19.5.02
"Jahrtausende" hat Napoleon
in Ägypten gesagt "blicken auf uns herab"
und sich davon gemacht.
Er hätte da bleiben sollen
und es beim Voyeur belassen.

Ägyptisches Museum München
17.3.09
Voyeur mit Hund an der Leine,
der solchermaßen gehindert ist
andere Voyeure
zu verbellen oder gar den Kulturreferenten
zu zerfleischen.
Bamberg, 16.7.17
Alles Augenmerk also
bitte auf den bemerkenswerten Hund !





Nachwuchs-Voyeur
mit Mutti vor einem Höllenbild
des genuesischen Finsterfantasten
Alessandro Magnasco ( 1667-1747 ) :
"Ich möchte da nicht rein,
in die Unterwelt da".

Haus der Kunst München
7.2.03












Trunkener Silen,
Nüchterner Voyeur
Alte Pinakothek München
26.10.08






KAUERNDE
von Rodin
mit Nachwuchs-Voyeur

Neue Pinakothek München
9.2.03
Gegenschuss :
die KAUERNDE
von Rodin
mit Lederhosen-Voyeurin
Voyeur, umdüstert.
Der Pennerartige, der hier seine Räusche verdöst
ist offensichtlich dem Galerie-Personal wie den durchwehenden
Kunsthistorikern bestens bekannt. Ein Kollege ? Ein Ordinarius,
umnebelt / abgesunken ? Als ich das erste Mal ein Gerichtsgebäude
betrat, war die erste Person derer ich ansichtig wurde ein schnarchender Stadtstreicher.
Der gehörte, klärte mich ein befreundeter Rechtsanwalt
auf, ehedem selber zum Gericht. Wie bei Kafka im PROZESS...

Hypo-Kunsthalle München 13.2.09
Auch der
Voyeur ( rechts ) muss zeitweise nachdenken.
Der Penseur dagegen ( links ) denkt immerzu nach.
Sogar auf der französischen 2€-Münze, befingert von toute la Nation.

Sein Original sitzt vor dem Höllentor
im Musée Orsay in Paris in einem figurenreichen
Gips-Ensemble
bei dem man dankbar
ist dass es nie in Erz gegossen wurde.
Solo & allein grübelt der Penseur ja auch
weitaus eindrucksvoller vor sich hin.
Was lernt uns das ?

Strasbourg musée d'art moderne
17.4.04






Voyeure vor dem Weltenrichter
Autun, Kathedrale St.Lazare










Kardinal Pietro Mellini,
1474 in Marmor gehauen von Benedetto da Maiano
besichtigt seinen Voyeur.

Florenz Barghello 8.4.07














Der Voyeur, errötend

Palazzo Pitti Florenz
2.11.03

Auch Irmtraud zeichnet,
wenn ich zeichne. Sie skizziert nicht, sie kritzelt drauflos.
Viel mehr als ich, und ihre Bücher sind im Nu voll.
Hier wird sie von Rodins Sklaven bewundert
und Auguste Renoir ( von Rodin porträtiert ) ist baff.

Neue Pinakothek München
11.6.09
Als ich in der Montgelasstraße ( München-Bogenhausen )
wohnte, wurde ich immer gefragt : wie, Montgelas - ?
Klingt, als hätte er das Speiseeis erfunden.
Maximilian Conte de Montgelas hat in den 1790er Jahren Baiern ( wie er es sich wünschte ) auf ein Stück Aktenpapier gekritzelt, und es dann mit List & Napoleon erschaffen. Wie es heute noch existiert ( "Ich dachte immer, das war Ludwig II.,der hat doch auf seinem silbernen Schwan auch das Mittelalter erfunden, wie jeder Japaner weiß, der je in Neuschwanstein war, und welcher Japaner bitte war nicht da". )
Der andere rechts ist sein Zeitgenosse Carl von Dahlberg. Der begann als Erzbischof von Mainz und damit Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ( des was ? ) bis zu dessen Ende 1806
( wann ? ) , wurde durch Napoleon zum Fürsten von Frankfurt-Würzburg-Bamberg, und nach dessen Ende von Regensburg. Wo er immerhin das Stadttheater gründete. Hatte er doch auch schon Schiller beim Verfertigen des WILHELM TELL geholfen.

München, Residenz 7.4.06
Zwei oszillierende Gestalten des Übergangs,
der "Achsenzeit" ( Alfred Weber ) um 1800,
in der ich meinen Roman
DIE LEIDEN DER WUNDERTÄTER spielen lasse.
( Wer sich interessierte, könnte ihn ja unter MELCHIORs Bücher
herunter laden...)
Links im Bild : Montgelas, angemessen riesig vor seinem Wohnsitz
am Münchner Promenadeplatz.
Nur die Grünen waren dagegen.







Freiburg, Münsterplatz,
7. Juni 2002,
abends vor dem Alten Kaufhaus.
Zwei italienische Damen diskutieren,
ob wiederum zur Opernsaison in
der Arena von Verona
gefahren wird.













Argenton sur Creuse
Département Indre
28.7.05
Ma douce France eternelle :
fürs Mittagessen
wird nach Meeresfrüchten gestochert.
Nur der Deutsche mags Gewürm nennen.

Île d'Oléron, Le Château,
30.5.02
im Hintergrund die Brücke die
zum aquitanischen Festland führt.
Psychoanalytiker,
nach eigener Einschätzung der
renommierteste in Frankfurt,
weiland Assistent von Alexander Mitscherlich
beschwert sich, dass ich ihn mit zu langer
Nase zeichne. Begibt sich pikiert ins Bad zum Spiegel
und bleibt viertelstundenlang dort.
Die Zitrone ( links ) hingegen beschwert sich nicht über ihr Konterfei.

Späterhin plastiziere ich die renommierte Psychoanalytiker-Nase
vom brav still haltenden Modell ab, klebe sie mir selbst mit Mastix
auf die gojsche Nase und trete im
Annast/Tambosi am Münchner Odeonsplatz
als SIGMUND FREUD auf.
16.4.03


Der Nämliche,
vierzehn Jahre später.
Nun ist er ganz der alte Weise,
der mich, um meiner Einsamkeit zu entrinnen,
zwischen Weihnachten und Neujahr
ins Refugium seines Hauses aufnimmt.
Mit den grün zugewachsenen Fenstern, während draußen
der Raureif blüht.

Schwalbach/ Taunus 1.1.17
Er ist ganz Ohr.
Grad weil er, wie alle Psychoanalytiker
überhaupt nie zuhört.

Gemeinsam kramen wir
in Erinnerungen und Hinterlassenschaften,
die bis 1944 ( für mich, mit ihm, denn sein Elternhaus
ist ein Faszinosum meiner Kindheit gewesen )
und in die Donaumonarchie ( für ihn ) zurückreichen.
Sein genialischer k.u.k Vater hatte 2000 Patente.
Da konnte der Bub doch nur noch Psychoanalytiker werden.

Dank, Winzi, Dank !
Ich hab es danach ( dank dir, dem nie Zuhörenden )
mit dem 2017er Jahr doch noch aufgenommen.
Café du Commerce,
Saint Pierre d'Oléron 2.6.02
Der genialisch Zerwühlte in der Mitte
ist der scheue Betreiber des Kinos.
Ehrgeizig bei den Premieren gleichauf
mit Saint Germain de Pres, aber wehe man lobt ihn dafür -
dann macht er verschreckt zu -
autistisch wie alle Cinemanen.

Amsterdam, Tropenmuseum 17.4.09
"Wenn jedes Ausstellungsstück eine Stimme hätte,
herrschte im Tropenmuseum ein grenzenloses
Stimmengewirr."
Auch der Versklavten und Erschlagenen.
Anders als in deutschen ethnologischen Museen
drücken sich die Holländer nicht um die Verbrechen ihrer
Vorväter in den Kolonien.
Steinhausen / Österreichisch Schwaben 8.6.02
Eine der schönsten Kirchenbauten von Dominikus Zimmermann.
Nach deren Besichtigung im Café eine Busladung aus Aachen.
Erste von links :"Ich werfe meine Rente nich zum Fenster raus.
Wat, sieben Kinder haben Sie ? Danach sehn Sie nich aus."
Zweite von links: "Die Kirche is 1731 erbaut".
Dritte von links :"Wat, seh ich nich nach aus ?"
Danach schweigen die Erste und Dritte sich feindselig an bis
zum Ende des Beobachtungszeitraums.
Die Vierte von links, in die Stille hinein : "Wat, so alt schon ?"


Café du commerce, St.Pierre !
Hier hab ich als Schnellporträtist meine besten Fänge
gemacht.
Die Nachbartische waren nur wenige Armlängen entfernt
und da Franzosen eh ständig in Conversation begriffen sind ,
haben sie den zeichnenden Voyeur nie bemerkt.

26.5.10
Île d'Oléron,
Citadelle de le Château, 25.5.02.
Hier im Atlantik musste Theodor Fontane 1871
einige inhaftierte
Wochen verbringen und schrieb darüber sein
wundervoll nationalismusfernes Buch
KRIEGSGEFANGEN.
Meine Frau Irmtraud steht an Fontanes Lieblingsplatz,
Axel Hacke lesend.
"Diese Morgenspaziergänge
waren meine besondere Freude,
und ich darf sagen,
die schönsten und poetischsten Stunden
meiner Oléron-Tage
auf diesem prächtigen Rempart zugebracht
zu haben. Je nach der Stunde,zu der ich hinaustrat,
fand ich Flut oder Ebbe, begrüßte ich das steigende
oder das schweigende Meer."

Café du Commerce !
Der Besucher meiner Website
( der,ätsch, Voyeur )
weiß inzwischen, wo.
Stammgäste, allmittäglich hier anzutreffen.
Wie, durch Jahrzehnte jeden Sommer auch wir -
meine Frau Irmtraud und ich.
26.5.10


Florenz.
Eine deutsche Kunsthistorikerin,
ein deutscher Kunsthistoriker :
"Muss verrückt gewesen, Julius II. -
Kapelle nich fertig gekriegt..."
Sie schweigt.
"Boboli-Gärten - warst du doch sicher
auch enttäuscht..."
Sie schweigt.

Café Pitti
gegenüber vom Palazzo Pitti
inzwischen leider beige
statt rot ausgemalt
2.11.03
Madrid, Museo reina Sophia, 3.11.02
Versunkenheit vor Picassos GERNIKA.
Stille wie in einer Kirche. Noch nie erlebt vor einem Gemälde.
Die beiden Wachkerle lassen die Besucher nicht aus den Augen.
Nicht einmal Niederknien lassen sie durchgehn ( mir, um zu zeichnen ).
Trotzdem wirken die rüden Burschen wie eine Ehrenwache.
Als ( wenig später ) US-Außenminister Powell
im UN-Gebäude in New York die gefälschten Beweise
der Bush-Regierung vorlegt, die den Angriff auf den Irak rechtfertigen
sollten, wird vorher die Kopie von GUERNICA zugehängt.
Nach einer überaus langen Reise
von Sibirien nach Lübeck,
von da in die Poschingerstraße in München-Bogenhausen,
nach der Plünderung derselben durch die SA ins Schaufenster
eines Kurzwarengeschäfts im Hackenviertel wo er Häkeldeckchen
vor seinen Bauch halten musste steht Thomas Manns Bär nun im
Münchner Literaturhaus.Nach jeder Renovierung blonder, aber
immmer noch das Tablett für die Visitenkarten in den Tatzen
wie in den BUDDENBROOKS.
18.2.10



Fasching !
Der Ur-Münchner spricht es mit heruntergezogenen
Mundwinkeln aus, so dass
es wegwerferisch klingt wie "Foooosching" :
einst von den Pfälzern mühsam in München implantiert,
dem grantigen
hiesigen Gemüt nach wie vor eine Bürde.

München, Pfälzer ( ! ) Weinstub in der Residenz :
zwei Veteraninnen, erschlafft von der Gaudi.
19.2.04
München, Pinakothek der Moderne
ein Bau den ich bewundere. Drum herum nur Bau-Schrecknis.Verantwortlich :
CSU-Kultusminister Zehetmaier, der sich immer bei den Marien-Wallfahrten der CSU nach Tunten( ! )hausen als Betbruder in der ersten Bank fotografieren ließ,
verbot dem Architekten dieses Jahrhundert-Bauwerks sogar
seine eigene Baustelle zu betreten und bei der Eröffnung zu sprechen.
Die Wallfahrten nach Tuntenhausen haben also nichts bewirkt...

7.12.03

"Wir hatten uns noch nie
etwas zu sagen, Herr Vetter".

Kardinal Leopoldo de Medici und
sein Großneffe Gian Gastone,
der allerletzte der Medici.
Weil er auf seine Perücken mehr Mühe verwandte als
auf Nachkommenschaft, fiel
die Toskana an Österreich.

Eingang zu den Uffizien
Florenz 31.10.03


Enkel Hosea freut sich über die
frechen Glasfiguren, die Peggy Guggenheim
( links, ihr Refrain-Satz "Ich ging hin und machte eine Szene"
in ihren Memoiren erfreut uns immerdar )
nach Fauns-Zeichnungen von Picasso in Glas ( ! ) hat gießen lassen.
Einer der wenigen Künstler, der nicht vorher mit ihr in das Bett musste,
das hier immer noch zu besichtigen ist, wenn man nicht
lieber draußen im Hof
an den Marmorgräbern ihrer Schoßhunde ( "my babies") trauert.

Venedig Museo Guggenheim
9.11.05







Café Cacatua
Unsere Lieblingshöhle auf den Kanaren.
Vueltas / La Gomera Valle Gran rey,
17.3.06
La Gomera
Valle gran rey 12.3.08

Playa inglés
Die Brandung ist so heftig, dass sich
niemand ins Wasser traut.
Der Strand hier heißt "inglés"
weil er die Briten zu Recht an ihre
Orkney-Inseln erinnert.
Vor allem die schottisch wüsten
Brecher.
Klovierswall ( auch schon von Kokoschka gemalt ) Amsterdam 18.4.09
Enkelin Naumia, damals 15, kriegt im coffeeshop keinen Kaffee, weil sie
noch nicht 18 ist. Wir kapieren : hier wird nicht
Espresso verkauft, sondern Kokain.
Drogenhandel bringt Reibach und ist darum nach calvinistischem
Verständnis gottgefällig. Wie die Prostitution der 50jährigen Dickmamsells
aus der Karibik gleich nebenan in den rosa Schaufenstern
rund um die Oude Kerk , die Alte ( calvinistische ) Kirche .
Irmtraud zeichnet
unerschrocken wie stets.
Diesmal Ferdinand Hodler.
Und wird es hinterher tous le monde ebenso unerschrocken zeigen.
Wie alle ihre Zeichnungen.
Ich traue mich nie, die meinigen zu zeigen.
Erst hier, auf der Website...

Hypo-Kunsthalle
München 1.10.10







"Pagar ! Pagar !"
Zahlen, zahlen, ruft die Aufseherin
nachdem
ich sie beim Gähnen
vor dem Heiligen Sebastian
von El Greco erwischt habe.

Prado Madrid 31.10.02

Blockhouse
nennt der französische Volksmund
die Reste des Atlantikwalls
der so weit unten in der Biscaya
die Invasion der Alliierten
ohnehin nicht verhindern konnte.
Heute, fünfzehn Jahre später, berichtet Enkelin Naumia,
hat der Atlantik sie verschlungen.

Île d'Oléron
Grand Plage
Juni 2002
Aus Lanzada
angelehnt ans Bernina-Massiv,
dem entlegendsten und unbekanntesten
aller Alpentäler
( zumindest der Lombardei ) möchte man
sich nicht mehr wegbegeben.
Ich zeichnete mich darum
in seine Felsen ein, hoffend,
ein Bleiberecht zu erwirken.
Val Malenco 23.8.10
Louis Malle,
der große französische Filmemacher ( 1932-1995 )
war nicht nur 68er Barrikadenkämpfer, sondern
trotzdem auch Inhaber der marktführenden Zuckerfabrik Béghin Say.
Im Café Arnaud widme ich je eines seiner Zucker-Tütchen
seinen von mir geliebtesten Filmen :
LACOMBE LUCIEN / ATLANTIC CITY USA / AU REVOIR
LES ENFANTS / KOMÖDIE IM MAI

Le Chateau d'Oléron 24.5.05


Man geht nicht wegen der
exotischen Vegetation ins Palmenhaus
sondern wegen dem Rheuma.
Und kuckt trotz der wohligen Wärme
grimmig.
Grimmig. Grimmig.
Als nähme mans der
Treibhauswärme übel, dass sie einen vom Rheuma
erlöst und man danach draußen
nichts mehr zu jammern hat.


München Botanischer Garten
2.4.06
Die Epitaphe
im Kreuzgang des Freisinger Doms
haben eine individuelle Prägnanz wie nirgendwo sonst
auf Grabplatten, wo die Verewigten
in Stein gehauen alle schematisch gleich aussehen.
Nicht so hier.
Hier sind sie so unverwechselbar
als sprächen sie zu einem. Und sieht
der Mittlere nicht aus wie Carl Amery ?
Der die BESTIENSÄULE unten in der Krypta
in einen seiner Romane eingebracht hat.
Und dessen Vater hierorts Lehrer war
und zugleich das Modell
für Serenus Zeitblom, der uns in
Thomas Manns DOKTOR FAUSTUS
das Leben desselben erzählt.
18.10.03
Ein Steinalter wird direkt neben meinem
rechten Ellenbogen ( grade, dass ichs zeichnen kann )
von einer zu allem entschlossenen 40jährigen
brünstig stöhnend abgeschmust.
Für eine Tochter/Enkelin ist sie
zu leidenschaftlich-libidinös,
für einen Liebhaber ist er zu teilnahmslos-statisch.
Das Rätsel blieb innerhalb des Beobachtungszeitraums
ungelöst.
Florenz, Piazza S. Spirito, 6.4.07
Eine denkbarst hinfällige
alte Dame schleppt sich mühsam von
einem der Fleischgebirge des Lucian Freud
zum nächsten und betrachtet sie mit sichtlichem Genuss.
Das kanns nur in London geben, in
der einzigen NATIONAL PORTRAIT GALLERY,
in der gnadenlose Konterfeis versammelt sind,
wie man sie auf dem Kontinent nie zu sehen bekommt,
wo seit Ludwig XIV. die Porträtisten die Porträtierten
mit dem Weichzeichner zuschminken müssen.
Bis zur Verunstaltung. Zur Verschönlichung.
Bis zur Entwürdigung. Des Porträtisten.
Nein : beider. Schaut euch die NATIONAL PORTAIT GALLERY an !
London 23.5.12
Café Cacatua, La Gomera 19.3.09.
Durchhängerische Siesta-Stimmung :
"Halligalli wieder, was, heut nachmittag !"
sagt einer zu seinem Hund.
Weitere Themen :
Schwänzeltanz / Saumagen / der Pfälzerwald.
Der rechte :
"Meine Mutter, die dumme Kuh" ( hebt bedeutungsvoll
die Stimme ) "in St.LEONROD bei Heidelberg..."
Bei dummen Mutterkühen ist genaue Ortung
unabdingbar.
Halligalli eben.
Zu meinen heimlichsten Vergnügungen
zählen die KIEFERSFELDENER RITTERSPIELE.
Zu den heimlichsten, weil noch jeder Bildungsbürger sich entsetzte,
dem ich sie anpries. Gewiss, da war in den 80ern der Filmemacher
Theo Kotulla ("Aus einem deutschen Leben" mit Götz George )
begeistert wie ich, aber gleich daneben giftete
der höchstlinke Bruder des Verlegers
Axel Matthes ( Matthes & Seitz ) : "Weg damit !"
Dabei ist der prosodische Sprechton in K. kein anderer als der bei den
heimischen OBERAMMERGAUER PASSIONSSPIELEN :
"Haaa, sieeeeheeeee, und wisse denn, Verwooooooorrrrfner du - "
In O'gau ist er mir unerträglich. In K. genieße ich ihn.
Die Kiefersfeldener haben ihre Unschuld nie verloren.
Kiefersfelden 15.8.09
Max Strauss, links, altrömisch.
Auf dem Schildchen steht freilich
KAISER NERO.
Übereinstimmungen untersuchen !
Verwöhnt überfüttertes Bubi / überfürsorgliche
KraftMutti / darum verfrühtes Doppelkinn.

München, Glyptothek 24.4. 02
Voltaire und gleich daneben
"Die Hundescheiße, das ist ER" ( = Präsident de Gaulle ).
Für die Franzosen hat 1968 Museumsrang.
"L' imagination au pouvoir !" Die Fantasie an die Macht.
Et chez nous ? Das teutonisch-pastörliche '68
hat die Fantasie abgeschafft.

Dôle, Musée des beaux arts
12.6.10








Herrat
ernsthaft einen Katalog studierend
( alles was sie tut,
tut sie ernsthaft & ironielos.
Ich war der falsche, weil ironische Vater
für sie )

Lenbachgalerie München
8.9.03
Mit zehn war sie
ein Okanagon ( oder ein Mangola ? ),
schloss sich einem Indianerstamm an
den sie durch eine Fernsehserie
kennen lernte

und zog fortan
in Indianerkluft ins Gymnasium.
Als Erwachsene entdeckte sie, dass es diese
Fernseh-Indianer tatsächlich gab
und paddelte auf
ihren Spuren in British Columbia
mutterseelenallein den Fraser River hinunter....
LE VOYEUR

Allein der römische Statuenmann
ist sich sicher dass nichts zu sehen sein kann
wo nun einmal überhaupt nichts ist. Ich wiederhole :
Nichts ! Rien.Nada.Nothing. Niente.

Alle anderen, Touristen auf dem Münchner Marienplatz
anno 2007,begrinsen trotzdem hochgestimmt das
Glockenspiel im Rathausturm
obwohl das Läutwerk wie auch die Figuren komplett
abmontiert und zur Reparatur
in die Schweiz geschafft worden sind.

Aber nach wie vor in allen
Fremdenführern der Welt stehen.

Der Voyeur als Phantomgaffer.
Warum begafft niemand den armen römischen
Statuenmann, den einzigen Hellsichtigen ?
Im Hintergrund, mit dem spitzen Turm das HÔTEL DIEU
das edelste Altersheim des Spätmittelalters, eingerichtet
von den burgundischen Herzögen. Im Vordergrund die edelste der Confiserien am Ort.
Die britischen Touristen erwerben hier die edelsten der edlen Backkunstwerke -
und fressen sie mitten im Lokal auf ! Im Stehen !!! Aus der Hand !!!!!!!
( Ich weigere mich, sie dabei auch noch zu zeichnen )
Von da her begrüße ich den Brexit.
Und liebe mein Frankreich, weil ich dort in all den Jahrzehnten niemals,
jamais ! ein Kind der Grande Nation aus der Hand habe mampfen sehen.
Nicht im Stehen, nicht im Gehen. Nicht auf der Straße .
Achtlos, wie es auch hierzulande gang & gäbe geworden ist.
Welche Verachtung für sich selbst.
Beaune 19.6.07
Der gestreng-calvinistische Le Corbusier,
der den Nazis durchaus einiges abgewinnen
konnte ( erwartbare Bauherren ! ) hat durch seine
CHARTA VON ATHEN den Sozialmietern der Nachkriegszeit
viel sichtbetongraues Wohn-Leid verursacht.
Auf diesen Hügel hier aber hat der Agnostiker einen Licht-Traum
hingestellt, der mich, den Agnostiker entzückt.

Ronchamp in den Südvogesen
20.5.02


Île d'Oléron, Sonnenuntergang.
Während Irmtraud
den Strand hinauf und hinunter joggt
zeichne ich diese Sandburg, bevor die nächste Flut
das Kunstwerk für immer fort spült.

Vert bois, 2.6.02
Nein, ich schaue mir keine Heimatmuseen mehr an.
Trotz aller Neugier aufs Ausstellungswesen.
In Heimatmuseen erstickt jedwede Neugier unterm Staub des
Lokalpatriotismus. Überall die gleichen Bettpfannen,
Feuerwehrkommandantenporträts, Zunftzeichen und Stickkissen.
Eins nehme ich davon aus : das am gemütlichsten
verschnarchte in Weilheim/Obb.,
wegen des dämlichsten aller dämlichen Putten.

Weilheim 13.9.09
Einmal aber ließ
die Moderne sich dennoch
im Städtchen sehen :
2008 bewirkte ein Architekt,
dass ein Gemälde von Kandinsky
auf den zentralen Marienplatz gekippt wurde -
eben dorthin, wo Kandinsky es gemalt hatte.

Den Anwohnern fuhr einen Sommer lang
die Farbe in die Beine.



( Im verschnarchten
Heimatmuseum freilich -
kein Wort über diese Großtat. )
Lawrence Sterne
einer meiner Lieblings-Schreib-Gevattern.
Der Erzkönig der Abschweifungen, Interjektionen, der Cäsar des
"Was ich aber eigentlich noch sagen wollte/ ich schwimme schon
wieder vom 100sten ins 1000ste"
portätiert von Joseph Nollekens ( Büste ) und Josua Reynolds.
Die Briten ehren ihn, aber seinen deutschen Erbprinzen Albert
Vigoleis Thelen ( 1903-1989 ) und seine
INSEL DES ZWEITEN GESICHTS kennt niemand.
London, National Gallery, 23.5.12
Nochmal ein Fang aus dem
Café du commerce , 2.6.10
Der Mittelalter-Bursche, der auf schwarze ( ! ) Blätter zeichnet,
war nur einmal da. Die energische Blondierte jeden Tag.
Und jeden Tag las sie, Inbild einer pensionierten Lehrerin,
ihre LIBERATION, ein links-anarchistisches Blatt, aus dem sie ihren
grauköpfigen Freundinnen unerbittlich vor-dozierte.
Bon Courage, Madame !
Florenz,
Piazza S.Felicità
7.4.07

Der Vasari-Gang ( gelb ) schlingert sich als Flucht-Flur
( der zu gewärtigenden
Volksaufstände oder Verschwörungen wegen )
von der Stadtburg der Medici, dem Palazzo Vecchio,
über den Arno bis zum Palazzo Pitti extra muros.
Bei S. Felicità windet er sich sogar durch die Empore
einer Kirche, in der die wundersamsten Fresken des
PONTORMO zu bestaunen sind.

Ich war noch nie im Vasari-Gang, aber er ist mir vertraut
aus Roberto Rossellinis PAISÀ
wie mir das Wartezimmer des Philip Marlowe vertraut
ist aus Howard Hawks' THE BIG SLEEP.
Staubige, drangvolle Sehnsuchtsorte, verriegelt.
Aber der Riegel der Fantasie ist offen.

Italien, das Land der Bambini,
lebenslang Un-Erwachsenen :
die Italiener, ein infantiles Volk laut
Indro Montanelli, einem konservativen Publizisten,
auf den dafür prompt die brigade rosse
ein kindisches Attentat verübten . Wo sind die
Attentäter wohl heute, bei der Lega nord oder bei
dem infantillisimo Pepe Grillo ?

Bergamo, mitten in der Ära Berlusconi
28.8.10
"Da lies, Mama !"
"Da lies, Bub !"
Andere Bildhauer seiner Zeit stellen das Motiv
ANNASELBDRITT als übereinander gestaffelte hieratische
Dreierkomposition ANNA-MARIA-JESUSKIND dar.
Der Landshuter Hans Leinberger aber als dramatischen
Austausch zweier neugieriger junger Leser.
( Mutter Maria ist hier keine 15 Jahre alt )
"Lies Bub / lies Mama, was die Reformatoren da schreiben !"

Bayrisches Nationalmuseum, 8.2.09
Der Orden von Toledo
war ein Geheimbund der spanischen Surrealisten,
um Luis Bunuel , der hier auch seine düstere TRISTANA
spielen ließ, in der düsteren Stadt in der El Greco gemalt hat,
düsternd vom Düstersten der Inquisition und des Bürgerkriegs.

Und heute lutschen hier die Touristen ihr Sahne-Eis
wie in Dinkelsbühl oder vor dem Taj Mahal,
und kein Einwohner ist zu sehen.
Auch kein Geschäft, in dem man Milch, Brötchen,
Gemüse oder auch nur einen Radiergummi bekäme : in
allen Auslagen stehen nur Ritterrüstungen, Ritterrüstungen,
Ritterrüstungen, Ritterrüstungen.
Lebensgroß.
Aber keiner von den Lutschern legt eine an.
Trotzdem liegt auf allen der Rost, der die Stadt überrieselt.
Das nun doch wieder wie bei Bunuel.
2.11.02
Venedig, Biennale, 9.11.05

Pulicinella traut sich nicht
in den faschistischen deutschen Pavillon
( strategisch auf die höchste Erhebung
der Insel geklotzt ).

Zu unrecht :
drinnen hätten ihn drei
ältlich-dickliche AufseherInnen tänzerisch
mehrfach umkreist und dabei verzückt gerufen
WE ARE SOOOO CONTEMPORARY !
Um dann plötzlich zu erstarren.
Auf einem Bein.

Arte nuova tedesca !
Attenzione, Voyeure !
Weit aufsperren die Ohren !
Schnuppert, schnüffelt, lauscht
an allen Türen und lasst kein Schlüsselloch aus !
Eure Ausbeute dann in diesen
besonderen Briefkasten, das Maul der Inquisition -
ein zukunftsweisendes STASI-Denkmal,
immer noch speckig nach 213 Jahren
von den vielen schwitzigen Spitzelpfoten.

( Lass dir nicht die Finger abbeißen, Nauke,
obwohl ichs dir gönne )

Venedig Museo Correr 31.10.10
Louvre 23.4.04
Die Meute der Voyeure hetzt die Treppe hoch,
selfit sich vor der Nike von Samothrake, dann wird rechts
in den Flur gehetzt, achtlos vorbei an den spannendsten Werken
von Rosso Fiorentino und Pontormo, der Schritt beschleunigt sich zum Gerenne, alle schwenken wie auf Kommando wieder nach rechts,
achten nicht auf die Felsgrottenmadonna von Leonardo da Vinci rechts, nicht auf den wandfüllenden Veronese links,die Meute reißt ihre Kameras über ihre Köpfe...

Es wird nichts drin sein vor lauter Gewühl, nur die hochgerissenen
Kameras. Allenfalls bei den allervordersten Voyeuren eine Postbeamtin
in einem Schaltergehäuse, hinter Panzerglas, unbeteiligt-langweilig lächelnd.
"Du meinst doch nicht etwa Mona Lisa, das eindrucksvollste Porträt
aller Zeiten !?!?!?!"

Mir sind Arcimboldos Porträts lieber. Oder die von Francis Bacon.








Christopher Street Day
14.7.18





Oktoberfest München,
eine Woche vor der Eröffnung

"Beißt die Frau den Geist, sag Mama ?"
fragt ein Kind hinter mir
während ich zeichne.
"Nein", sagt die Mama,
"eher umgekehrt".

15.9.02
"Heut fährt der Gott auf einem Floße,
Er sitzt auf Schilf und Rohr,
Und spielt die sanfte, abendliche, große
und spielt die Welt sich vor".

Eines meiner Lieblingsgedichte, als ich 18
war, von Oskar Loerke. Jahre später begegnete ich
dem Gott der Welt PAN persönlich
im Parque Nacional de Garajonay
der aus lauter Lorbeerbäumen besteht
auf La Gomera am 14.5.08

Weingarten, 7.6.09

Der Agnostiker ist berauscht
von der Raumfantasie dieser Basilika von 1724,
die das "schwäbische St.Peter" genannt wird - St. Pietro
in Vaticano indessen war eine propagandistische
Protz- und Imponier-Architektur -
hier im Oberschwäbischen, umgeben von selbstbewussten
Protestanten, 200 Jahre später,
geht den katholischen Theologen der Schnauferer aus
und sie überlassen den Künstlern das Wort.
Das letzte Wort der katholischen Kirche. Sie verabschiedet
sich mit Kunst.
Der Agnostiker genießt ( und notiert sich ) die reine, nun
von allem Schamanismus befreite Form.

St.Pierre 15.6.07
Ihr wisst ja, Freunde : das Café du commerce -
Das beste Licht für
die Beobachtung abzeichnenswürdiger Gesichter.
Wer sich ein solches ( uneitel ) zutraut,
folge mir dorthin.
Saint Pierre d'Oléron rue de la republique 19.
Á bientôt !



Christopher Street Day
17.7.18
Engelstreffen,
Diözesanmuseum Freising 7.6.09

Der Geflügelte links ( Luzifer ) gehört der Fraktion an,
die verloren hat ( wie Trotzki ) und die nun der Siegerpartei
( vergoldet, rechts ) immer und ewig die Fackel halten muss
und je nach Belieben der Siegerpartei
erniedrigend hässlich dargestellt werden darf - wie
Sokrates, Margarete Maultasch, Richard III.,
Thomas Münzer.















Florenz Palazzo Pitti
2.11.03
Damit wären wir also wieder beim Thema
Besucher.
Betrachter.
Zuschauer.
Beobachter.
Konsumenten.
VOYEURE ! Und ICH bin der Voyeur der Voyeure.
Indes : der Voyeurismus ist in mir aufgehoben,
denn ich bringe die anderen Voyeure
mit dem Zeichenstift zu Papier.
Während die anderen, die von mir Gezeichneten, aufstehen
und von hinnen gehen. Und sich morgen schon nicht
mehr erinnern was sie betrachtet haben.
Sollen wir die Probe machen ?
Meldet euch zu Wort, Voyeure !
Widerlegt mich !
Haus der Kunst München 9.10.05
Prag Obecni dum
30.10.07
Der Prager Jugendstil : wie ein Atemholen und Kräftesammeln für den Ausbruch von kreativem Optimismus der tschechischen Künste ( aller ! Von Janácek und Martinu bis zu den Bildhauern, Malern, Designern )
nach Gründung der selbständigen Republik CSR In der es, als einzigem Land in Europa, keine faschistische
Massenbewegung gab -
no, abgesehn von der sudetendeitschen. Deren tiefbraunste Exemplare in den 50er Jahren
meine LehrerInnen waren.
"Odradek !"
rufe ich in Prag
immer wieder in verschachtelte Hinterhöfe hinein,
wissend dass er in einem davon hausen muss.
"Odradek !"
lockend, aber gedämpft. Denn ich habe ja bei Franz K. gelesen,
wie fragil er ist :
"lange stumm, wie das Holz,
aus dem er zu sein scheint...
sollte er einstmals etwa noch vor den Füßen meiner Kinder
und Kindeskinder mit nachschleifendem Zwirnsfaden
die Treppe hinunterkollern ?"
île d'Oléron
Strand von la Gautrelle 3.7.09
Ich liege im warmen Sand
und lese PNIN von Wladimir Nabokov
abwechselnd mit Franz Kafkas AMERIKA.
An der Küste gegenüber, wie hingetupft als weiße Linie
von Raoul Dufy : La Rochelle.


Schackgalerie München 5.5. 2016

Was mir hier mit 15 imponiert hat : nur noch muffig &
schimmlig. Ich zeichne das einzige spannende Motiv
des Hauses : der Teufel muss dem Sankt Wolfgang
beim Kirchenbau zur Hand gehen ( Moritz von Schwind ).
Dabei spricht mich teilnahmsvoll ein Herr an :
warum ich mir die Mühe machte, das da abzuzeichnen.
Fotografieren sei doch viel bequemer.
Schon wieder das Thema der mit Blindheit geschlagenen Voyeure.
Nun digital.






Murnau 2.9.07
Irmtraud im Garten unseres Hauses


Pasing
der klassisch schöne Bahnhof von 1878.
25 Jahre lang mein Ort, wo es bei Segafredo
meine geliebten Tramezzini gab, gefertigt von
einem alten Herrn aus dem Iran,
in Gesellschaft meiner Irmtraud,
die nun im Pflegeheim verdämmert.
14.2.15


Venedig 31.10.10.

Hier ist ihr der Parkinson
bereits ins Gesicht geschrieben
der zwei Jahre später
grausam über ihre Person
Gewalt gewinnen sollte
um sie
usque ad finem
zu verwüsten.
Und keine von ihren
"Freundinnen" von ehedem
spricht mehr mit mir.

Aus Feigheit.

Melchior streift sich die
Krone vom Kopf und Joseph, der
Gastgeber, muss derweil um die Ecke sitzen.
Gislebertus zeigt uns drastisch
wie er sich mopst :
"Puh, diese Staatsbesuche !"
Bei der Flucht nach Ägypten ( Matthäus 2,14 )
darf er sich dann wieder nützlich machen und,
Weib und Kind auf dem Esel hinter sich her ziehend,
mit lautem Geschrei die lauernden Untiere verscheuchen.
Autun, 16.7.08



Als sei sie selbst die Schlange,
kriecht die Eva des P. Gislebertus durch
den Dschungel des Garten Eden und rupft ( lässig nebenbei,
weil sie es laut Bibel halt muss ) den unheilberühmten Apfel ab.
Dabei gehört sie selbst zu dieser Dschungelwelt,
erzählt Pater Gislebertus ( GISLEBERTUS FECIT ) ,
der einzigartige Psychologe und Geschichtenerzähler
hier als Steinmetz am tombeau des Lazarus.
Der durch Jesus auferweckt ward
von den Toten ( Joh.11, "Herr/er stinkt schon/denn
er ist viertägig") , übers Meer hierher geirrt kam,
wo seine Schwester Magdalena 40 Jahre lang büßte,
und er schließlich allererster Bischof von Autun wurde.
Und wer war
der allerletzte Bischof von Autun ?
Charles Maurice Talleyrand de Perigord, der
beim Wiener Kongress 1815
das geschlagene Frankreich seines Intimfeindes Napoleon
als mit allen Wassern gewaschener Diplomat
vor der gebührend anstehenden Demütigung
bewahrte.

Kommt zu mir nach Autun !
Dann erzähl ich weiter,
gerade denen die nichts von Geschichte
hören wollen
gerade an diesem Ort an dem so viel Geschichte versammelt ist -
mit Behagen gerade
das Widersprüchlichste & Disparateste,
gerade das was nicht zusammenpassen will.
Hier in Augustodunum passt es zusammen.

Hier in Augustodunum sind
1000 Jahre wie ein Tag.
Und wir spazieren an der noch immer quicklebendig einher
strömenden Wasserleitung der Römer,
der Stadtgründer entlang,
die hinter der Kelten-Pyramide
von einem der schönsten Wasserfälle abgezapft wird,
den ich kenne.

Ausgemacht ?
Wieder einmal steht neben mir mein Vater /
Im feldgrauen Rock der Mörder, diesmal /
mit dem Zeichenblock in der Hand : /
„Mit dem Stift in der Hand hab ich /
Mir Frankreich erobert, mein Frankreich,/
statt, wie mir befohlen, mit dem Karabiner.“

Ich setz, Vater, die Eroberung fort, die /
Du für mich begonnen./
„Und zeichnest“, sagt er, sein Gerührtsein /
verbergend, „die Schatten falsch rum dabei“./
Verzeih, sag ich, ich geb mir weniger Mühe, /
ich muss was ich zeichne nicht mit der /
Feldpost verschicken an meinen Sohn./

Damit es ihn erfreut. Bis zum heutigen Tag./
Er schweigt. Wir zeichnen beide das selbe Motiv.


Autun 17.5.11
30.7.09
Café du commerce St.Pierre : ein letztes Mal zurück zu einem unserer
Lieblingsorte - aber nur, um schlussendlich über die all-all-alltägliche
Marterqual des heimlichen Zeichners zu wehklagen : nicht dass eine der
konterfeiten Personen sein Konterfei entdeckt und sich beschwert
ist der worst case. Der ist noch nie eingetreten.Sondern dass ein Modell aufsteht, über das der Zeichner sich gefreut hat - das tritt andauernd ein. Oder ein Plumpsack sich davor setzt oder er entfaltet eine Zeitung oder...
NIE FINDE ICH AUF MEINEM BLATT WIEDER
WAS ICH EIGENTLICH ZEICHNEN WOLLTE.


Spät erst, 2002, wurde ich zum Zeichner.
( Hier im Schlafzimmerspiegel
des Hotels Wittelsbach Berchtesgaden 2.11.11.)
Am Largo Argentino in Rom kaufte ich mir in einem Museumsshop
ein Skizzenbuch ( mit Ringheftung ) weil es so schmiegsam in der Hand lag, ein angenehmes Format ( 16 x 20,5 ) und zuverlässig feste Seiten hatte. Aber was wollte ich eigentlich zeichnen ? Ich wusste es selbst nicht. Noch nicht. Und begab mich mit dem Drehbleistift
auf die Suche...

Nach 15 Jahren weiß ich es immer noch nicht.
Motive auf Vorrat lagern, um sie in Ölbilder zu verwandeln ?
Nicht ein einziges Mal habe ich mich bei einem meiner Ölbilder
aus dem Skizzenbuch bedient.
Skizzen schnell aufs Papier werfen heißt vielmehr : sich einen optischen Moment ( Personen, Szenen,
Vorgänge ) ganz und gar persönlich zu eigen machen.
Subjektiver als mit der Kamera, und was wäre subjektiver als eine Kamera ? Und was objektiver als die Wahrnehmungen des eigenen Zeichenstiftes ?


Bourbon d'Archambault, Dept.Alliers/Région Rhônes-Alpes 5.6.09
MELCHIORs Wühlkiste
"Lass uns fliehen, Liebste.
Irgend wo hin, wo unser keiner kennt.
Zum Beispiel in den mittleren Schwarzwald.
Und die Kinder schicken wir
dann auf die Waldorfschule."






"Nicht dass ich
mich beklagen wollte,
aber gerade als Theologiestudentin
frage ich mich schon, warum du Geistwesen
so gar keine anderen Interessen hast..."




Elfriede D. ( 34 ) Sprechstundenhilfe Bad Zwischenahn :
"Nach jedem Mal mit meinem Engel
gelingt es mir mühelos, im Fluge
eine Höhe von bis zu 1.30 zu erreichen
und so minutenlang
ekstatisch zu verharren, obwohl ich mit meinen 78 Kilo
zu derlei nicht unmittelbar prädestiniert bin."









1989

Wenig später sponsorte
die DEUTSCHE BANK ( o.l. ) Klaus Maria Brandauers
Inszenierung von Brecht/Weills
DREIGROSCHENOPER





1988
Abgang Franz Josef Strauss

"Machen Sie sich gefälligst
nicht so breit, Kollege,
schließlich sind Sie bloß
der zweitgrößte
Staatsmann aller Zeiten".





Und wenn
nun der FRONT NATIONAL
die Herrschaft
in meinem geliebten Frankreich
übernimmt,
unter dem Jubel der
sympathisierenden
Demokraturen in Budapest
und München -

2004







1991
"Dank für die
Befreiung von Saddam Hussein !"


Hörspieltagung Rust/Burgenland
1994

... lauschten wir in tagelanger Berauschung
einer audiophonen Kostbarkeit
nach der anderen
während der muntere Moderator
Robert Stauffer
uns das Tagwerk würzte mit
nimmermüd dahin perlenden Witzworten












NACH DER VERKÜNDIGUNG

Originalzeichnung
von Rembrandt im Privatbesitz Melchior







NÄCHTLICHES TREIBEN
IN DEN
VATIKANISCHEN GÄRTEN
GUTEN TAG
WER SIND SIE DENN ?

Schon das zweite ! Hinterglasbild
auf diesen Seiten.
Als ich 1997 nach St.Stumpfsinnsöd
in dem ich aufgewachsen bin
zurück musste ( weil ich dort geerbt hatte )
malte jede zweite Hausfrau Hinterglasbilder.
Ein Massensport des vorderseits Abwaschbaren.



Und hinterseits ? Wie eh und je :
Heilige, Heilige, Heilige...
In diesem "blauen" Land
der CSU-Scheinheiligen.
Ich wollte zumindest die Hinterglas-Technik
auch mal ausprobieren.Und malte was - ?
Natürlich Heilige.
Anti-Heilige ! Wozu bin ich denn 31 Jahre zuvor aus der katholischen
Kirche ausgetreten. Freilich, hinterglasmalend, bemerkte ich :
Anti-Heilige sind genauso langweilig wie Heilige...

SONNENUNTERGANG MIT WALLFAHRT







"Mei liaba, Sie traun Sie was"
schrie damals die Gattin des
Großspediteurs Wittwer aus Eschenlohe.
SANTA AGATA

Nun, da ich wieder fort bin,
zähle ich weitaus weniger Heilige in St.Stumpfsinnsöd
als vordem. Wenigstens hinter Glas.
Mitunter, wie bei Christl Winkle ( inzwischen
Oberhaupt der dortigen Hinterglasmalergilde ) sogar die Traute
zu selbst erdachten Motiven -
eigene Fantasie im CSU-Schwarzbraunen !